Oberösterreich wird älter
Der allgemeine Aufschwung in den 60er und 70er Jahren und die daraus entstehenden
geburtenstarken Jahrgänge führen dazu, dass die Generation 60+ heute stärker wächst als je
zuvor. In den nächsten 10 Jahren steigt die Zahl der Seniorinnen und Senioren noch stark an.
Erst dann beginnt langsam der Eintritt der geburtenschwächeren Jahrgänge. All das bringt eine
langsame Kehrtwende in 25 Jahren, nämlich 2050, mit sich.
„Die alternde Gesellschaft stellt uns vor große Herausforderungen, insbesondere in der
Pflege und Betreuung. Unser Ziel ist es, pflegebedürftigen Menschen auch in Zukunft eine
leistbare und hochwertige Versorgung zu ermöglichen. Dafür braucht es gezielte
Maßnahmen, aber auch eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Das Sozialressort des
Landes Oberösterreich hat mit der Fachkräftestrategie, der Gründung der OÖ Pflege- und
BetreuungsManagement-GmbH sowie dem Startschuss zur Betreuungsarchitektur 2040 die
Eckpfeiler für die Pflege der Zukunft eingeschlagen. Wir setzen alles daran ein Altern in
Würde und in vertrauter Umgebung zu sichern.“ Sozial-Landesrat Dr. Christian Dörfel.
Eine Frage für die gesamte Gesellschaft
Diese Entwicklung beeinflusst alle Wirtschaftsbereiche, den Arbeitsmarkt, den Tourismus
sowie unser Sozial- und Gesundheitswesen. Auch Kultur und Sport sind betroffen. Besonders
stark wirkt sie sich auf politische Entscheidungen aus.
Daher ist es wichtig, die Bedürfnisse der älteren Generation ernst zu nehmen. Themen wie
Arbeiten in der Pension, Digitalisierung, Altersdiskriminierung, Einsamkeit, Altersvorsorge,
sowie der Ausbau der zweiten und dritten Säule der Altersversorgung verdienen besondere
Aufmerksamkeit. Der OÖ Seniorenbund setzt sich gezielt für Maßnahmen in diesen Bereichen
ein, um eine zukunftsfähige Gesellschaft zu gestalten.
Entwicklung auch im Bezirk spürbar
Der Anteil der Generation 60 + an der Gesamtbevölkerung wächst von 2024 bis 2050, also in
einem Viertel Jahrhundert, in Kirchdorf von 28% auf 37%.
Während die Gesamtbevölkerung im Bezirk in diesem Zeitraum um 2.030 auf 60.130 wächst,
wächst die Gruppe der Generation 60+ um volle 5.500, also um 33,33%.
„Die demografische Entwicklung – und ihre Konsequenzen – in allen Lebensbereichen wird
daher eine der ganz großen Herausforderungen der Politik der Zukunft sein, denn diese
Entwicklung hat auf alle Lebensbereiche bedeutsame Auswirkungen,“ stellen
Landesobmann LH a.D. Dr. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer BR Mag. Franz Ebner
klar.